Die 7 häufigsten Fettnäpfchen beim Weihnachtsessen mit der Firma

Wenn alle Jahre wieder zu offiziellen Anlässen eingeladen wird und Fragen zu Themen wie „Was heisst ‚business casual’?“ oder „Darf ich ein Glas Wein trinken, wenn der Chef nur Wasser trinkt?“ auftauchen, ist es an der Zeit, sich mit den wichtigsten Benimmregeln auseinander zu setzen.

 

 

Hier die 7 häufigsten Fettnäpfchen:

Fettnäpfchen 1: Dresscode

 

Mit einem korrekten und gepflegten Aussehen zeigt man dem Gegenüber seine Wertschätzung. Denn Weihnachtsfeiern sind auch ein Anlass, bei dem sich die Firma bei der Belegschaft für ihren Einsatz bedanken möchte.

 

 

Meist ist der Dresscode auf der Einladung vermerkt. Wenn nicht, darf man auch mal nachfragen und er richtet sich nach der Lokalität. Zu kurze Röcke oder tiefe Décolletés können falsch verstanden werden und bei Männern ist ein Hemd und Stoffhose besser als T-Shirt oder Polo mit Jeans.

 

Fazit: Generell gilt, besser overdressed als underdressed zu sein, jedoch nicht übertreiben. Frau kann ein schlichtes Kleid z.B. auch mit einem extravaganten Schmuckstück aufwerten und so zu einem adretten Blickfang werden.

 

Fettnäpfchen 2: Alkohol

 

Wie viel ist erlaubt? Gefahr Nummer Eins auf Weihnachtsfeiern ist ein zu hoher Alkoholgenuss. Leider lockert Alkohol nicht nur die Zuge, sondern auch die Selbstkontrolle. Und die Selbstwahrnehmung wird schon bei ein paar Drinks zuviel verändert – dies selten zum Vorteil des Betroffenen.

Halten Sie sich beim Trinken besser zurück. Sie können sich sicher vorstellen, welche Anekdoten über eine angetrunkene Arbeitskollegin oder Arbeitskollegen am nächsten Tag in der Firma die Runde machen?

 

Fazit: Wer bei der Feier nicht auf Alkohol verzichten möchte, sollte sich schon im Vorfeld um eine Fahrgemeinschaft kümmern oder sich von einem Taxi nach Hause chauffieren lassen. Und wer es trotzdem nicht lassen kann, sollte sich unbedingt unter Kontrolle halten, dann man sich auch anderntags im Büro ohne Scham blicken lassen.

 

Fettnäpfchen 3: Gesprächsthemen

 

Als oberste Regel bei der Weihnachtsfeier gilt: Lassen Sie Themen aus dem Geschäftsalltag im Hintergrund. Im Job können sich solche Gespräche leicht zum Bumerang entwickeln. Ganz out: Gespräche mit dem Chef über die eigenen Karriereaussichten.

 

Auch ein Hang zu Monologen kommt nicht besonders gut an und könnte Ihnen als Schwatzhaftigkeit ausgelegt werden. Und wer mit wem, warum und wie lange besprechen Sie lieber mit Ihren Freunden als mit Geschäfts-Kollegen. Auch Themen wie Politik, Religion, Tod, Militär, Krankheiten und Geld sollten während eines Weihnachtsessen nie zum Inhalt einer Diskussion werden.

Fazit: Erzählen Sie harmlose Anekdoten oder plaudern Sie über neue Kinofilme, das geplante Weihnachtsessen mit der Familie oder über Ihr Hobby. Suchen Sie Gemeinsamkeiten. Vielleicht interessiert sich Ihr Chef genauso für guten Wein wie Sie! 

 

 

Fettnäpfchen 4: Trinken/Anstossen

 

In der modernen Geschäftswelt und den heutigen Gepflogenheiten entsprechend wird nicht mehr mit jeder Person angestossen. Ein erhobenes Glas und dem direkten Blickkontakt mit den anderen Gästen genügt. Halten Sie dabei das Glas am Stil und nicht am Kelch.

Auch hier gilt: Der Gastgeber gibt das Zeichen zum Trinken. Falls er es vergisst, übernimmt der Dienstälteste oder die älteste Person am Tisch diese Funktion.

 

Fazit: Auch, wenn Sie gerne schon einen Schluck getrunken hätten, es gilt allgemein als äusserst unhöflich, nicht zu warten, bis offiziell das Signal dazu gegeben wird.

 

 

Fettnäpfchen 5: Brötchen auf dem Tisch

 

Vermeiden Sie es, das Brötchens bereits vor der Vorspeise zu verspeisen und damit den gröbsten Hunger zu stillen. Das Brot wird zusammen mit der Vorspeise gegessen und sollte vor dem Beginn der Hauptspeise wieder abgeräumt werden.

Das Brot liegt in den meisten Fällen schon auf dem dafür vorgesehenen Teller, wenn man sich an den Tisch setzt oder es wird Ihnen durch das Servicepersonal gereicht. Nicht vergessen: Ihr Brötchen liegt immer links vor Ihnen. Das rechts gehört Ihrem Nachbarn.

 

Fazit: Das Brot wird von Hand in mundgerechte Stücke gebrochen.  Die Butter wird direkt auf das gebrochene Stück gestrichen, welches man gerade essen möchte.

 

 

Fettnäpfchen 6: Der Gang zum Buffet

 

Auf gute Tischmanieren zu achten, ist eine Selbstverständlichkeit. So wird das Buffet immer vom Gastgeber eröffnet. Sie sollten daher nicht als erster das Buffet stürmen. Pro Gang dürfen Sie ohne Probleme bis zu drei Mal zum Buffet gehen. Lassen Sie dabei das Augenmass walten und beladen Sie den Teller nicht übermässig. Achten Sie darauf, dass Sie die Vor- und Hauptspeise nicht zusammen auf einen Teller schöpfen oder gleich einen Gang auslassen und zum Dessertbuffet schreiten. Probieren Sie das Essen nicht schon direkt am Buffet. Essen Sie erst, wenn Sie wieder Ihren Platz eingenommen haben.

Die Wartezeiten am Buffet kann man auch gut damit überbrücken, in dem man die Zeit nutzt und sich mit den Arbeitskollegen unterhält. Und, wer nicht sicher ist, ob er es bis nach den langen Tischreden aushält, sollte Zuhause vorher schon eine Kleinigkeit zu sich nehmen.

 

Fazit: Lieber etwas weniger schöpfen und dafür ein Mal mehr zum Buffet schreiten. Das erspart Ihnen das Gefühl, als unhöflich und Nimmersatt dazustehen.

 

 

Fettnäpfchen 7: Zahnstocher

 

Die Benutzung eines Zahnstochers am Tisch ist ein absolutes Tabu. Auch eine Benutzung hinter vorgehaltener Hand gehört sich aus Takt- und Respektgefühl den Mitmenschen gegenüber nicht.

In der gehobenen Gastronomie finden Sie keine Zahnstocher auf den Tischen.

 

Fazit: Wenn Sie nicht auf Ihre Zahnhygiene verzichten möchten, sollten Sie sich immer dezent vom Tisch entfernen und das stille Örtchen aufsuchen.

 

 

 

S. Abplanalp