Das größte Problem von Brainstorming und die Lösung dafür

 

 

Brainstorming ist nicht umsonst eine Methode, die in vielen Gruppen eingesetzt wird, um vielfältige Lösungsansätze zu generieren. Es gibt wohl kaum eine Branche, in der die effektive Methode zur Ideenfindung noch nicht in Meetings umgesetzt wurde. Doch wann immer es genutzt wird, kommt es automatisch auch zu einem typischen Problem.

 

 

„Blocking“ – das größte Problem des Brainstormings
Brainstorming ist ein offener Gedankenaustausch, der eigentlich dazu führen soll, dass alle Gruppenmitglieder ihre Ideen beitragen. Doch häufig kommen nur diejenigen zu Wort, die sich am lautesten Gehör verschaffen. Ruhige und schüchterne Mitglieder bleiben deshalb beim Brainstorming oft außen vor, obwohl sie vielleicht sehr gute Beiträge zu bieten hätten.

 

Hinzu kommt, dass beim Brainstorming unkonventionelle Ideen oftmals nicht geäußert werden, aus Furcht, sie könnten bei der Gruppe nicht gut ankommen. So beschränken sich viele Ideen auf einen engen und meist konservativen Rahmen und Teilnehmerkreis.

 

 

Diese Dynamik, in der ruhige Gruppenmitglieder und unkonventionelle Ideen kaum gehört werden, wird auch als „Blocking“ bezeichnet.

 

 

Brainwriting gegen Blocking
Um Blocking zuvor zu kommen, lohnt es sich deshalb den üblichen Prozess beim Brainstorming leicht abzuwandeln und stattdessen bzw. ergänzend dazu eine Variante des sogenannten Brainwritings zu nutzen.

 

Es gibt viele mögliche Varianten der Idee, die alle eines gemeinsam haben: Sie geben jedem Gruppenmitglied individuelle Denkzeit, um Lösungsansätze zu finden.

 

 

Stellen sie sich einfach vor, sie würden das gesamte Brainstorming nicht an einem großen Whiteboard durchführen, sondern mit einem Zettel, der einfach reihum gereicht wird.
Notieren Sie die zentrale Idee in der Mitte eines Blattes und geben Sie dann das Blatt an das erste Gruppenmitglied weiter. Dieses Mitglied muss nun eine weitere Idee eintragen und reicht das Blatt ihrerseits ans nächste Mitglied weiter

 

 

So erhalten alle Gruppenmitglieder dieselbe Möglichkeit Ideen beizutragen und wenn sie neben dem Blatt auch einen Stift weitergeben, weiß eigentlich niemand, wer Urheber der etwas unkonventionelleren Ideen ist – so wird Blocking nahezu ausgeschlossen.

 

(Bildquelle: Stockphotosecrets.com ID: 02G48838)