Das klassische Brainstorming und seine moderne Anwendung

1953 ist das klassische Brainstorming zum ersten Mal auf der Bildfläche erschienen. In seinem Buch „Applied Imagination“ beschrieb der Werbefachmann Alex Osborn diese Methode, die seitdem immer wieder neue angepasst und optimiert wurde.

 

Das individuelle Brainstorming
Übrigens ist Brainstorming nicht exklusiv eine Gruppenmethode, sondern kann auch von Einzelpersonen umgesetzt werden. Sich alleine mit dieser Kreativitätstechnik zu befassen, hat sogar Vorteile. So schleichen sich zum Beispiel bei Einzelpersonen keine gruppendynamischen Ablenkungen ein und die kreativen Einfälle folgen häufig einer fokussierten Grundidee. Jedoch fehlt natürlich die fremde Perspektive und es ist möglich, dass es genau diese ist, die einen entscheidenden Durchbruch bringt.

 

 

 

Das Brainstorming in der Gruppe
Die Anwendung in der Gruppe kennt eigentlich jeder aus seiner Schulzeit. Wenn Sie es schaffen bei dieser Art des Brainstormings alle Gruppenmitglieder einzubinden, ist ein permanenter Ideenfluss möglich, der viele unterschiedliche Gedankengänge abdecken kann. Allerdings kann es auch passieren, dass wichtige Ideen in der Gruppe untergehen und Teilnehmer bei größeren Gruppen nicht zu Wort kommen. Versuchen Sie deshalb die Gruppengröße auf maximal 7 Personen zu begrenzen – in der praktischen Anwendung hat sich diese Obergrenze als vorteilhaft herauskristallisiert.

 

 

Wie sollten Sie das Brainstorming durchführen?
Schritt 1 – Vorbereitung: Stellen Sie hier alle Materialien zur Verfügung, planen Sie eventuell auch Gruppeneinteilungen und sorgen Sie für eine angenehme Atmosphäre und Verpflegung der Teilnehmer. Als sinnvoll hat sich auch ein Warm-up durch einen Eisbrecher erwiesen, mit dem die Gruppenkonversation aufgelockert wird.

 

Schritt 2 – Fragestellung: Machen Sie sich vorher Gedanken wie Sie die Fragestellung des Brainstorm-Problems optimal formulieren können. Seien Sie dabei so klar und eindeutig wie möglich, damit möglichst viele zielgerichtete Ideen generiert werden können.

 

Schritt 3 – Diskussion: Moderieren Sie am besten das Brainstorming und achten Sie darauf alle zu Wort kommen zu lassen. Versuchen Sie auch dann einzugreifen, wenn sich die Wortmeldungen alle in eine Richtung entwickeln, die keine Fortschritte mehr versprechen. Bleiben Sie insgesamt bei einer Zeitdauer, die 15 Minuten nicht überschreitet, um Wiederholungen und Ermüdung zu vermeiden.

 

 

(Bilquelle: Stockphotosecrets.com -  Bild ID: 03C42447)