Kreativitätstechnik: Rapid Visual Prototyping

Gerade in der Planungs- und Konzeptionsphase sind Kreativitätstechniken unabdingbar. Neben dem klassischen Brainstorming gibt es natürlich noch viele andere Techniken, die je nach Lerntyp vielleicht sogar effektiver sind als der allgemein bekannte Standard. Eine dieser Methoden ist das Rapid Visual Prototyping.

 

Rapid Visual Prototyping: Was soll das denn sein?

Gerade visuelle Lerner werden mit dieser Methode besser vorankommen und sie sicherlich in ihr Repertoire aufnehmen wollen. Das Rapid Visual Prototyping (kurz: RVP) verlässt sich nicht wie so viele andere Techniken auf das geschriebene Wort, sondern auf Bilder. Bilder sind die Sprache unseres Denkens, weshalb es ja auch so schön heißt: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.“

Anwender der RVP-Methode berichten davon, dass sie mit der Technik sehr schnell in den Flow-Zustand gelangen und so Ideen wie am Fließband kreieren können. Das RVP lässt uns Ideen erzeugen und in sehr schnellen Tempo zahlreiche Alternativen und Entwicklungsstufen zu durchlaufen.

 

Wie funktioniert das Rapid Visual Prototyping?

Alles was wir dafür brauchen ist ein großes Whiteboard oder großflächiges Papier mit 3x3 Feldern und Stifte. Ein Timer ist ebenfalls ein hilfreiches Tool.

 

  • Phase 1 (5 Minuten) – Feld 1 (links oben) wird mit einer schnellen Skizze der Idee gefüllt.
  • Phase 2 (5 Minuten) – Rechts neben und unter dem ersten Feld werden nun Ideen skizziert, die einen Teilaspekt der Grundidee aufgreifen, vertiefen und eventuell durch eine neue Idee erweitern.
  • Phase 3 (5 Minuten) – In die Felder links-unten und rechts-oben wird der Teilaspekt weiter vertieft und seinerseits detailliert untersucht. Das zentrale Feld in der Mitte wiederum soll die Ideen des darüber und rechts benachbarten Feldes miteinander zu einer neuen Idee verschmelzen.
  • Phase 4 (5 Minuten) – Die Felder rechts-mittig und mitte-unten sollen wieder die Ideen der benachbarten ausgefüllten Felder kombinieren.
  • Phase 5 (5 Minuten) – Schließlich bleibt ein letztes Feld rechts-unten übrig, welches seinerseits wiederum die beiden umliegenden Felder (mitte-unten und rechts-mittig) kombinieren soll.

So erhalten wir innerhalb von 25 Minuten eine Idee, die sehr leicht Grundlage eines Projektes sein kann und gerade visuellen Lerntypen zu Gute kommt.

 

(Bildquelle: Stockphotosecrets.com- ISS_3560_02007)